Blog · Abibuch
Abibuch & Abizeitung: Was reingehört, wann ihr startet — und wie es sich selbst finanziert
Das Abibuch (oder die Abizeitung) ist das Erinnerungsstück, das in zwanzig Jahren noch im Regal steht. Damit es gut wird — und die Abikasse nicht leert — braucht es vor allem zwei Dinge: einen frühen Start und einen Finanzierungsplan. Hier ist beides.
Was ins Abibuch gehört
- Schüler-Steckbriefe — Foto, Spitzname, Lieblingsspruch, „Was ich vermissen werde". Der Kern des Buchs; plant pro Person eine halbe bis ganze Seite.
- Lehrer-Seiten — Zitate-Sammlungen („Das kommt nicht ins Abi!"), Steckbriefe oder Interviews. Fragt die Lehrkräfte vorher — freiwillig und wertschätzend funktioniert am besten.
- Jahrgangs-Umfragen — „Wer kommt zu spät zur eigenen Abifeier?", „Das ikonischste Duo?". Liefert die meistgelesenen Seiten.
- Rückblicke — Klassenfahrten, Mottowoche, Abistreich, peinliche Fotos aus der 5. Klasse.
- Kurs-Seiten — jede:r Kurs gestaltet eine Doppelseite selbst; verteilt die Arbeit auf viele Schultern.
- Sponsoren-Anzeigen — dazu gleich mehr, denn sie bezahlen das Buch.
Der realistische Zeitplan
Ein Abibuch braucht vom ersten Treffen bis zur Lieferung meist sechs bis neun Monate. Startet ihr erst nach den Osterferien, wird es Stress. So klappt es entspannt:
- Herbst: Redaktionsteam gründen (4–8 Leute), Seitenplan und Stil festlegen, Steckbrief-Vorlage an alle verschicken, Sponsoren anfragen.
- Dezember–Februar: Steckbriefe und Fotos einsammeln (der zäheste Teil — plant zwei Erinnerungsrunden ein), Umfragen laufen lassen, Kurs-Seiten einfordern.
- Februar–März: Layout, Korrekturlesen (mindestens vier Augen!), Druckfreigabe.
- April: Druck und Lieferung — rechtzeitig vor Mottowoche und Abiball.
Die Finanzierung: Anzeigen zahlen das Buch
Druckkosten liegen je nach Auflage und Umfang oft im vierstelligen Bereich. Die gute Nachricht: Sponsoren-Anzeigen können einen großen Teil davon decken. Fahrschulen, Banken, Nachhilfe-Institute und lokale Läden erreichen im Abibuch genau ihre Zielgruppe — wie ihr sie ansprecht, steht in unserem Sponsoren-Guide. Den Rest deckt der Verkaufspreis: Kalkuliert ehrlich (Druckkosten ÷ Auflage + Puffer) statt zu knapp.
Und denkt dran: Das Abibuch ist nur ein Posten im Abi-Jahr. Wie ihr die gesamte Kasse füllt, zeigt der Abikassen-Guide — und wenn ihr ohnehin Lehrer-Fotos und -Zitate fürs Buch sammelt, liegt eine Idee nahe: Aus demselben Material werden auch Lehrer-Sammelkarten, die eure Kasse füllen, statt sie zu leeren. Beides zusammen ergibt das komplette Erinnerungs-Paket: das Buch zum Blättern, die Karten zum Sammeln und Tauschen.
Drei Fehler, die fast jeder Jahrgang macht
- Zu spät anfangen. Die Steckbrief-Sammelphase dauert immer doppelt so lange wie geplant.
- Alles auf zwei Leuten abladen. Kurs-Seiten delegieren, feste Deadlines setzen, fertig ist besser als perfekt.
- Ohne Freigaben drucken. Jede Person sollte ihren Steckbrief vor dem Druck gesehen haben — erspart Ärger und schlechte Stimmung am Ende.
Die Erinnerung an eure Stufe — als Sammelkarten
Mottowoche vorbei, Fotos im Chat versunken? Eure Lehrkräfte als Sammelkarten bleiben. Mit Foto, Fach und Spruch — im Design eurer Wahl, verkauft für eure Abikasse.
